RAUS INS GLÜCK

Gemeinsame Wanderungen sind ein besonderes Erlebnis für Kinder und Erwachsene. Denn beim Wandern auf spannenden Wegen kommen alle in Bewegung, erleben Gemeinschaft und genießen das Draußensein. Regelmäßiges Wandern fördert außerdem das Wohlbefinden von Groß und Klein.

Miriam Hozak, Pädagogische Mitarbeiterin beim Schwäbischen Albverein macht Laune auf Familiengruppen im Albverein mit diesem kurzen  FILM. Übrigens, unsere Familiengruppe freut sich auf Eure Teilnahme!

Dank einer Kooperation der Neckarhäuser Kindergärten mit unsere Albvereins-Ortsgruppe entdecken schon die Kleinsten die Freude an der Natur. Nehmt Euch eine gute Minute Zeit und schaut Euch an, was Wandervereine wie der Neckarhäuser Albverein so alles leisten.

DWV FILM Kitawandern | Glücksmomente für Groß und Klein

Die Filme sind vom Deutschen Wanderverband (DWV) – Studio Blåfield

Kindern endecken den Wald

Landschaftspflegetag für Jung und Alt

Der Teck-Neuffen-Gau und der Tübinger Gau des Schwäbischen Albvereins hatten kürzlich im Zusammenwirken mit unserer Ortsgruppe zu einem Landschaftspflegetag für Jung und Alt eingeladen. Gekommen waren rund 30 Personen überwiegend aus Nürtingen und dem Umland beispielsweise aus Großbettlingen, Oberboihingen und Wendlingen.

Hecken prägen seit Jahrhunderten das Bild unserer Kulturlandschaft. Der ökologische Nutzen, den Hecken bieten – von der Förderung der Artenvielfalt bis hin zur Erosionsvermeidung und Klimaanpassung – kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Deshalb wurden bereits Mitte der 90-ziger Jahre umfangreiche Feldgehölze als Biotopverbundmaßnahme auf der Neckarhäuser Feldflur – im Gewand Spitzäcker – vom Teck-Neuffen-Gau und der Ortsgruppe Neckarhausen des Albvereins angepflanzt. Doch wenn Feldhecken schon viele Jahre auf dem Buckel haben, dann geben sie oft nicht mehr dasselbe, reizende Bild ab wie in jungen Jahren. Die „vergreisten“ Hecken gehören dann ordentlich zurückgeschnitten, damit sie wieder lückenlos und dicht austreiben, grünen und blühen können. Eine Methode, die dabei oft zum Einsatz kommt, ist das sogenannte „auf den Stock setzen“, bei dem das Gestrüpp radikal abgesägt wird. Wenn Hecken regelmäßig „auf den Stock“ gesetzt werden, entsteht eine dichtere und kompaktere Struktur, die mehr Lebensraum für Tiere bietet.

Freiwillige Helfer sammeln das Schnittgut ein.

Einweisung in den Pflegeschnitt von Wildrosen.

Der hauptamtliche Pflegetrupp des Schwäbischen Albvereins, hatte bereits in den Tagen vor dem Einsatz umfangreiche Vorarbeiten geleistet und die Feldhecken zurückgeschnitten. Aufgabe der Freiwilligen war daher vor allem – nach Einweisung von Reinhard Jetter – das Häckseln des Schnittgutes, der Schnitt der Wildrosen sowie das Eindämmen der Brombeersträucher in die angrenzende landwirtschaftliche Fläche. Mit einer Heckenschere und Handschuhen ausgestattet, machten sich die Freiwilligen engagiert an die Arbeit und trotzten den Dornen der Brombeeren. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel man gemeinsam erreichen kann, wenn jeder Hand anlegt.

Übrigens: In einer Zeit, in der Lebensräume immer mehr fragmentiert werden, sind Hecken als ökologische Korridore von großer Bedeutung. Sie verbinden isolierte Lebensräume und ermöglichen es Tieren, sich zwischen verschiedenen Gebieten zu bewegen, was den Genfluss und die langfristige Überlebensfähigkeit von Arten unterstützt. Darüber hinaus wirken Hecken als natürliche Windschutzbarrieren, schützen vor Erosion und filtern Schadstoffe aus der Luft. Ihre Wurzeln tragen zur Stabilisierung des Bodens bei und verhindern, dass wertvolle Nährstoffe verloren gehen. In Zeiten des Klimawandels spielt die Rolle von Hecken als Kohlenstoffspeicher ebenfalls eine immer größere Rolle.

Ein wichtiger Aspekt des Naturschutzes ist die Sensibilisierung der jüngeren Generation. Kinder, die mit der Natur und ihrer Pflege vertraut gemacht werden, schätzen ihre Umwelt und erkennen die Bedeutung von Biodiversität und nachhaltigem Handeln. Diese frühzeitige Einbindung fördert nicht nur ein Verantwortungsbewusstsein, sondern stärkt auch das Gefühl, dass jeder Einzelne einen positiven Beitrag zum Erhalt der Natur leisten kann.

Deshalb waren bei diesem Landschafspflegetag auch Kinder eingebunden. Sie bauten unter Anleitung von Gerhard Kurz jeweils einen Nistkasten oder bohrten zahlreiche Nisthölzer, die im Wildbienenstand beim Wildrosenlehrpfad untergebracht wurden.

Bildmitte: Gerhard Kurz, Gaunaturschutzwart des Albvereins.

Des Weiteren pflanzten die Kinder auch eine Mispel. Die Obstbaumsorte ist in Vergessenheit geraten und ist eine Schmetterlingsfutterpflanze sowie ein Vogelschutz- und Nährgehölz.

Das Pflanzen eines Obstbaumes machten den Kindern sichtlich Spaß.     Rechts: Jörg Dessecker, Leiter des Pflegetrupps

Der Abschluss des Landschaftspflegetages bildete ein Imbiss im Neckarhäuser Albvereinsheim. Es gab Lamm-Burger und Rote aus Schaffleisch. Und wie es sich so für einen Wanderverein gehört, kam das Fleisch von einem Wanderschäfer aus der Region.

Nach dem Arbeitseinsatz schmeckte das Essen!

„Der Einsatz der Freiwilligen ist unverzichtbar für den Erhalt unserer Landschaft. Es ist inspirierend zu sehen, wie viel Engagement und Liebe zur Natur hier zusammenkommen“, betonten die Organisatoren des Albvereins. „Ohne die Hilfe von so vielen motivierten Menschen wäre dieser Landschaftspflegetag nicht möglich gewesen.“

Ein herzliches Dankeschön geht an die zahlreichen Freiwilligen, die sich tatkräftig eingesetzt haben, um die Natur in unserer Region zu bewahren.

 

Fotos u. Text: Bernd Euchner

 

Jahresprogramm der Ortsgruppen Neckarhausen und Großbettlingen

Spannende Aktionen für die ganze Familie, Wanderungen und traditionelle Feste stehen auf dem Programm.

Unser Jahresprogramm 2025 können Sie als PdF-Dokument hier herunterladen:  SAV OG Neckarhausen 

Durch eine Kooperation mit dem Großbettlinger Albverein wird das Programm  um zahlreiche Wanderungen ergänzt. Unter anderem werden für Senioren donnerstags Wanderungen angeboten.

Die Veranstaltungen finden Sie hier:  Albverein Großbettlingen

Diese Veranstaltungen sind in unsere  Termindatenbank eingepflegt. Diese wird ständig aktualisiert und ergänzt. Spätestens zwei Wochen vor der Veranstaltung sind dann die neusten Informationen hinterlegt.

Insgesamt können wir so gemeinsam über 40 Veranstaltungen im Jahr 2025 anbieten. 17 Wanderungen stehen an: darunter 7 Wanderungen für Senioren, 6 Wanderungen an Sonntagen und 4 Radtouren. Und für Familien bietet wird 9 Veranstaltungen an. Die Veranstaltungen für Familien findet ihr hier:  Familienprogramm 2025

Wir freuen uns sehr auf Euer Kommen!

Unterwegs auf dem Wanderweg „hochgehblickt“

Die Streuobstwiesen zwischen Alb und Neckar bilden mit rund 26.000 ha eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften Europas. Rund 1,5 Millionen Obstbäume prägen unsere schwäbische Heimat und sind Lebensraum für über 5.000 Tier- und Pflanzenarten und Naherholungsgebiet für Jung und Alt. Diesen Kulturschatz gilt es für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Raus ins Glück: kürzlich lud der Neckarhäuser Albverein zu einer Exkursion ein. Die Teilnehmer trafen sich am offiziellen Startpunkt des „hochgeblickt“-Wanderweges, im Galgenbergpark in Nürtingen, direkt bei der Wandertafel. Unterwegs gab es dann immer wieder Spannendes zu entdecken. So erfuhr man an einem Bienenstand einiges über die die enorm wichtige Bestäubungsarbeit der Bienen. Kindern konnten am Wegesrand aber auch drei Wandersteine und einen Geocache finden.

Der Weg führte über den Weitblick-Besinnungsweg bis zum Beginn des Wildrosenlehrpfades. Hier befand sich dann unsere Obstwiese, auf der Alle fleißig sammeln durften.

Foto: Bernd Euchner

Nach erfolgreicher Ernte ging es dann  auf der Rückfläche eines Lasters (vor allem für Kinder)  oder per Fuß mit schönem Blick auf den Albtrauf zum nahegelegenen Albvereinsheim Neckarhausen.

Wer mit offenen Augen durch unsere Landschaft wandert dem bleibt das massive Sterben von Streuobstbäumen nicht verborgen. Viele Bäume sind mit Misteln geradezu überwuchert. Es ist nur eine Frage von wenigen Jahren bis sie absterben werden. Die Wiesen werden meist nur noch gemulcht, das Gras findet keine Verwendung mehr als Futter für Tiere. Im Grunde eine Ressourcenverschwendung von ungeheurem Ausmaß wie ein Teilnehmer anmerkte und „in Zeiten, wo Menschen auf unserer Welt immer noch hungern müssen, ist dies ethisch fragwürdig.“

Um die Biodiversität auf den Streuobstwiese zu fördern, müsste man eine Beweidung mit Tieren forcieren. Denn der Dung, den eine einzige Kuh von rund 1 Tonnen im Monat produziert, nährt wiederum rund 100 Kilogramm an Insekten, die wiederum eine riesige Ressource für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fledermäuse bilden.

Übrigens: „Die überwiegende Mehrheit der Milchkühe in Deutschland grast nie auf der Weide, sondern steht lebenslang eingepfercht im Stall. Wer Milch von Kühen trinken möchte, die so leben, wie es Werbung oder Urlaubsprospekte zeigen, sollte Weidemilch in Bioqualität kaufen um so einerseits das Tierwohl als auch die Artenvielfalt zu fördern.

Tipp: Videoclip – nicht nur – für Kinder zum traurigen Leben der Kühe 

Doch nicht der Milchkonsum sondern die Herstellung von Süßmost war der Schwerpunkt dieser – gut besuchten – Veranstaltung. Doch wie stellt man nun Apfelsaft her?

Ein ausführlicher Bericht zur Saftpressaktion „Aus Kraft wird Saft“ folgt demnächst.

Vorab schon ein paar Bilder:

Weitere Berichte …

Weitere Berichte über unsere Aktivitäten veröffentlichen wir im Menüpunkt  Neuigkeiten. Dort können Sie sämtliche Berichte meist noch ein Jahr nach der jeweiligen Veranstaltung nachlesen. Einen umfassenden Rückblick finden Sie in unserer  Chronik.

Wie gut kennen Sie schon unsere Homepage?

Wir veröffentlichen alle im Mitteilungsblatt abgedruckten Beiträge auch auf unserer Homepage. Mit Internetzugang können Sie diese bequem auf dem Smartphone oder am Computer lesen. Meist werden mehr und vor allem farbige Bilder gezeigt.

Alle Termine können zudem als Kalender-Datei (iCal) auf ein Online-Kalenderprogramm übertragen werden. So versäumen Sie zukünftig keine Veranstaltung mehr.

Des Weiteren enthält die Homepage auch noch einen Überblick über unsere aktiven Albvereinsgruppen. Für jede Altersklasse findet sich ein Angebot. Auch sind unsere Kontaktdaten hinterlegt.

Schässloh-Musig: Konzert in Bad Urach

Zu einer Sonntagsmatinée in den Kurpark von Bad Urach hatte am Sonntag, den 5. Mai die Kurverwaltung eingeladen. Zwischen grünen Bäumen und blühenden Wiesen lauschten, trotz bewölktem Himmel und leichtem Nieselregen rund 100 Gäste dem Konzert unserer Schässloh-Musig.

Die Gruppe besteht seit 2008 und setzt sich aus Musikanten an der Geige, am Saxofon, an der Gitarre, am Kontrabass , an der Ziehharmonika und am Akkordeon zusammen.

Mit großer Begeisterung werden überlieferte Musikstücke, aber auch moderne Kompositionen gespielt. Tanzarrangements aus aller Welt gehören ebenfalls zum Repertoire. „Aber vor allem sind wir im Schwobaländle drhoim“, sagte Heidrun Veit, die Leiterin der Gruppe und begrüßte die Kurgäste mit einem herzlichen „Grüß Gott“.

Mit dem Spinnradel, dem Teerose-Marsch, einer Serenade, der Polka Neckarhausen und vielen anderen Melodien bezauberten die Musiker das Publikum so sehr, dass am Ende eine Zugabe ganz selbstverständlich war. Ein Gast merkte an, dass ein Sonntag nicht schöner beginnen könnte und dankte für die wundervolle Musik.

Unterwegs mit Jägern und einer Falknerin

Ein Highlight in unserem Jubiläumsjahr war Ende März die Tour mit den Jägern im Wald. Martin Stoll und Franz Peter Stegmaier erklärten sich bereit, uns ihr ganzes Wissen über die Jagd und das Leben der Tiere im Wald zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank dafür!

Habt ihr zum Beispiel gewusst, dass der ältere Rehbock im Oktober sein Gehörn verliert? Es wächst aber gleich wieder nach und dabei bildet sich unter dem sogenannten Bast ein neues Gehörn. Anfang März ist das Gehörn dann ausgewachsen und dann fängt’s an zu jucken. Auch der Haarwechsel ist zu dieser Zeit und da „juckt der Pelz“ ganz ordentlich. Daher reibt der Bock sein Gehörn an jungen Bäumchen und „ verfegt“ somit sein Gehörn oft innerhalb weniger Stunden. Er „fegt“ es blank. Dabei entstehen Fegeschäden an jungen Bäumen, da hierdurch die Rinde abgeht. Die in der Rinde enthaltene Gerbsäure sorgt zudem für die braune Färbung des Gehörns.

Auf unserem Weg zum und auch im Wald wurden wir ziemlich nass, was euch aber nicht davon abhielt, die Jäger über alles auszufragen. Großen Tieren sind wir zwar nicht begegnet, doch kamen wir an einer Futterstelle für Wildschweine vorbei. In der Nähe stand ein Jägerhochsitz und in der Suhle wird Mais für die Tiere ausgelegt, das nennt man eine Kirrung.

Habt ihr gewusst, dass es in Neckarhausen eine Sakerfalkendame namens Smilla gibt? Sie lebt bei ihrer Falknerin Elke Rogge und die beiden haben uns auf unserer Tour mit den Jägern begleitet. Falken sind nämlich ebenfalls hervorragende Jäger, die ihre Beute durch ihre unglaubliche Schnelligkeit überraschen und überwältigen. Um so schnell fliegen zu können, sind ihre Körper sehr leicht. Smilla bringt gerade mal 1 kg auf die Waage. Im Wald fühlt Smilla sich leider nicht so wohl, denn das ist das Revier des Habichts. Deshalb trug sie ihre Haube und döste auf dem Falknerhandschuh. Auf freiem Feld hingegen geht es ihr prächtig, denn dort hat sie einen guten Überblick in alle Richtungen und wir konnten beobachten, wie aufmerksam sie war. Wer mehr über Smilla erfahren möchte, kann sich unter www.faszination-falke.de informieren.

Als wir aus dem Wald heraus traten, kam auch die Sonne heraus, trocknete und wärmte unsere Glieder und auch das Gefieder von Smilla, welches größtenteils wasserabweisend ist.

Beim Abschlussgrillen auf der Wiese des Albvereinsheims gab es leckere Wildschweinwürstchen. Mmmh.

Eins möchten wir euch mit auf den Weg geben: Verlasst nicht die befestigten Wege im Wald, um die Tiere beim Futter suchen und Schlafen nicht zu stören!

Ein Verein für die ganze Familie

Kürzlich berichtete die Nürtinger Zeitung ganzseitig über unser Jubiläumsjahr. Die Pressemitteilung dazu wurde von Renate Giers erstellt.

Pressemitteilung:

Die Ortsgruppe Neckarhausen des Schwäbische Albvereins feiert dieses Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum.

Am 13. August 1888 wurde im Gasthaus zum Waldhorn in Plochingen in Sorge um die Erhaltung der Burg Teck der Schwäbische Albverein aus der Wiege gehoben. Bereits zehn Jahre später, im Frühjahr 1898 fand im Gasthaus Hirsch in Neckarhausen die Gründung der Ortsgruppe Neckarhausen statt. Anfänglich gab es nur wenige Mitglieder, doch dies änderte sich schlagartig mit der Gründung einer Jugendgruppe im Jahr 1952, bei der über 50 junge Leute dem Verein beitraten. Regelmäßig wurden Volkstänze einstudiert aber auch Wanderungen angeboten. Ein Höhepunkt bildeten die alljährlich gut besuchten Heimatabende. Dort wurden Volkstänze und schwäbisches Mundarttheater aufgeführt. In den 1960er Jahren folgten dann mehrtägige Wanderfahrten nach Südtirol. Ende der 70er und Anfang der 90er Jahre wurden dann neue Kinder-, Jugend- und Volkstanzgruppen gegründet, die die Pflege der alten überlieferten Tänze fortführten.

Viel Weitblick zeigte die Ortsgruppe 1970 durch den Bau eines eigenen Wanderheims in einem  ehemaligen Steinbruch. Es wurde in Eigenregie mit Hilfe vieler fleißiger Hände erbaut. Seit über 50 Jahren bildet das Eugen-Münz-Haus in der Böllatstraße 56 den Mittelpunkt der Ortsgruppe, denn hier finden der Stammtisch, die Gruppenabende, das Bergfest, die Bergweihnacht und viele weitere Veranstaltungen statt. Allein im aktuellen Jubiläumsjahr sind dies über 30 Veranstaltungen und Mitmachaktionen.

Der Neckarhäuser Albverein gibt seinen Mitgliedern die Möglichkeit, Heimat und Geborgenheit in einer Gemeinschaft zu erleben. Vor allem Kindern und Jugendlichen wird Raum geboten, sich mit neuen Ideen einzubringen und ihr Potential zu entfalten. So hat sich zum Beispiel die Jugend kürzlich den Jugendraum im Albvereinsheim zurückerobert, hat ihn geputzt, gestrichen und gemütlich eingerichtet.

Vorstand und Ausschuss leiten die Geschicke des Vereins, zudem gibt es eine Kindertanzgruppe, die Jugendvolkstanzgruppe, die Schässloh-Musig, eine Familiengruppe, den Mittwochstreff, eine Radwandergruppe, die Faustballgruppe und eine Seniorengruppe.

Die 1978 gegründete Jugendgruppe bestand bis 2019 als Volkstanzgruppe. Besuche und Auftritte bei den Landesfesten des Schwäbischen Albvereins standen jährlich auf dem Programm und auch für die Familien im Albverein wurde allerlei geboten. Wanderungen, Ausflüge und vor allem Familienfreizeiten standen hoch im Kurs.

Eine Kindertanzgruppe für Kinder von 5-9 Jahren gibt es seit 1990. Schon immer steht die Freude an Tanz und Spiel bei allen Tanzleiterinnen im Vordergrund. Es werden Kindertänze aus dem schwäbischen Raum und Tänze aus aller Welt vermittelt, aber natürlich kommt auch das Basteln, Spielen und Feiern nicht zu kurz. Schon wenige Jahre später entstand auch eine neue Jugendgruppe, die sich dann mit Volkstänzen beschäftigte und von 2012-2018 vervollständigten die „Tanzkids“ das kulturelle Leben im Albverein. Mit Auftritten beim Bergfest, bei den Seniorennachmittagen der Gemeinde Neckarhausen und selbstverständlich auch bei den Landesfesten des SAV zeigten die jungen Tänzerinnen und Tänzer ihr Können. In den 2020er Jahren wurden die Leitungen der Kinder- und Jugendvolkstanzgruppen in junge Hände übertragen.

Zum Volkstanz gehört natürlich auch die Volkstanzmusik. Bereits 1992 wurde eine Musikgruppe gegründet, die für die musikalische Begleitung der Volkstänze sorgte. Die seit 2008 bestehende „Schässloh-Musig“ (Geige, Saxofon, Gitarre, Kontrabass, Ziehharmonika und Akkordeon) spielt mit großer Begeisterung überlieferte Musikstücke, aber auch moderne Kompositionen und Tanzarrangements aus aller Welt. „Vor allem aber sind wir im Schwobàländle drhoim“. In jüngster Zeit werden auch mal die großen Instrumente weggepackt und die filigranen Zithern herausgeholt. Die zarten und doch kraftvollen Klänge erfreuen ein ganz neues Publikum in Gottesdiensten und Adventsfeiern.

Die sehr aktiven Radwanderer bestreiten vier ganztägige Ausfahrten im Jahr. Diese ansprechenden Touren werden mit vielen Infos über Flora und Fauna gespickt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Zum 125-jährigen Bestehen der OG Neckarhausen wird es im Juli 2023 eine Jubiläumsradtour geben, zu der herzlich eingeladen wird. Auch eine Faustballgruppe gehört bereits seit den 1970er Jahren zur Ortsgruppe und ist bis heute aktiv.

Seit 2018 werden Familienaktionen angeboten. Frei nach dem Motto „Lust auf Natur? – Raus ins Glück!“ sollen Familien zu gemeinsamen Aktivitäten in der Natur motiviert werden. Spannung, Action, tolle Sachen erleben – das macht Spaß und gehört zum Wandern dazu. So hat sich die Ortsgruppe zu einem Verein für die ganze Familie entwickelt. Welch anderer Verein in Neckarhausen bietet eine solche Fülle an generationsübergreifenden Freizeitaktivitäten an? Allein im Jubiläumsjahr finden zehn Familienaktionen statt!

Seit 2019 gibt es den Mittwochstreff. Hier stehen einmal im Monat gemütliche Abende unter Freunden im Vordergrund. „Wir lieben unsere Grillabende beim Albvereinsheim – jeder bringt was mit und dann schmausen wir gemeinsam.“ Doch ab und zu zieht’s die Gruppe hinaus in die weite Welt, um was zu erleben: Segway fahren auf der Alb, Wanderungen zur Eisdiele, Rosengärten besichtigen, ins Naturtheater nach Grötzingen gehen und vieles mehr. Ein besonderes Highlight im letzten Jahr war die Baustellenführung auf der Messe Stuttgart 21. Auch eine Seniorengruppe bereichert seit mehreren Jahren das Programm der Ortsgruppe mit kleinen Spaziergängen und Spielenachmittagen.

Der Teck-Neuffen Gau hat auf der Hochfläche in den Spitzäckern eine Biotopverbundbrücke mit Hecken, Wildrosen und einem Wildbienenstand angelegt. Diese Anlage wird von der OG Neckarhausen alljährlich gepflegt. Wie wichtig Wildbienen für die Vegetation sind, wissen naturverbundene Menschen schon lange. Für sein Engagement zum Schutz der Wildbienen wurde der Albverein Neckarhausen im Jahr 2020 mit dem Ehrenamtspreis der Nürtinger Zeitung ausgezeichnet. „Wir möchten im Rahmen unserer Möglichkeiten das Artensterben der Insekten, insbesondere der Wildbienen aufhalten“, so der Vorsitzende. Bei der Nahrungsaufnahme für die eigene Brut erfolgt gleichzeitig die Bestäubung der Blüten. Dadurch erfüllen diese Tiere eine biologische Funktion, ohne die der Kreislauf in der Natur gestört wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt: „Wir wollen unser Wissen und unsere Erfahrungen über die Zusammenhänge in der Natur an unsere Kinder weitergeben.“ Deshalb werden die Familiengruppe, die Neckarhäuser Kindergärten und der Obst- und Gartenbauverein Neckarhausen in diese Aktionen mit einbezogen.

Wer mehr über die 125-jährige Geschichte des Neckarhäuser Albvereins erfahren möchte, dem wird die Lektüre der Vereinschronik empfohlen. Nachzulesen unter:  neckarhausen.albverein.eu. Auf der Homepage kann auch das aktuelle Jahresprogramm 2023 abgerufen werden.

 

Großer Andrang beim Bergfest

Unser Bergfest war gut besucht. Erste Eindrücke vermitteln folgende Bilder:

Kreativangebote für Kinder

Auftritt der Kindertanzgruppe – Neue Kinder sind immer willkommen.

Den Kinder machte der Auftritt großen Spaß. Siehe: Video-Clip

(182 MB zum Download)

Die Schässloh-Musig spielte auf.

Das Bewirtungsteam hatte immer viel zu tun.

Ein ausführlicher Bericht finden Sie hier und im örtlichen Mitteilungsblatt.