Kennt ihr schon den Rübenkönig?

Wenn es draußen immer früher dunkel wird und der Herbst die kalten Winde wehen lässt, ist es genau die richtige Zeit, um mit unseren Rübengeistern Licht ins Dunkel zu bringen! Und so kam es, dass sich am 26.10.2025 ca. 16 Familien getroffen haben um lauter tolle Rübengeister zu schnitzen.

Entgegen dem heutigen Trend, nämlich dem Kürbis schnitzen, war es vor einigen Jahren in der schwäbischen Region Tradition, eine Futterrübe auszuhöhlen und ihr ein schönes oder gruseliges Gesicht zu schnitzen. Die Kinder zogen mit ihren geschnitzten Rübengeistern von Haus zu Haus und bekamen, wenn sie einen kleinen Spruch aufsagten, eine süße Gabe. Mit dem Licht und Lärm wollte man in früherer Zeit die bösen Geister vertreiben und gedachte gleichzeitig an die Verstorbenen.

Um eben diese Tradition aufleben zu lassen, durften die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern ihre eigenen Rübengeister schnitzen. Und nachdem sie einen kleinen Spruch aufsagten, bekamen sie von uns natürlich ebenfalls eine kleine süße Gabe. Welcher Spruch das war, wollt ihr wissen? Der lautete so: „Wir sind die Rübengeister und essen gerne Kleister und wenn Sie keinen haben, dann bitten wir um Gaben!“.

Und so kam es, dass wir am Ende im Schein vieler toller Rübengeister noch ein schönes Beisammensein am Lagerfeuer mit Grillwurst und Stockbrot hatten.

Diese Veranstaltung wurde von N-A-N-U, einem Verbund mehrerer Familiengruppen des Schwäbischen Albvereins organisiert.

Ihr wollt bei unserer nächsten Veranstaltung mit dabei sein? Dann folgt uns doch auf Instagram (nanu_sav) oder auf unserem WhatsApp Kanal (N-A-N-U Familien Zeit). Auch über die Homepage der Ortsgruppe Neckarhausen (neckarhausen.albverein.eu) könnt ihr euch informieren. So verpasst ihr keine unserer tollen Familienaktionen.

N-A-N-U Programm 2026

Wir freuen uns auf euch!

Die Rüben wurden übrigens kürzlich von den Kinder der Kindervolkstanzgruppe Neckarhausen auf dem Acker der Familie Brodbeck geerntet. Eine Kooperation zwischen unserer Albvereinsortsgruppe und dem OGV Neckarhausen machte diese Aktion möglich. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Heidi und Rudi, die sich das ganze Jahr um die Rüben gekümmert haben.

Danke sagen wir auch den Kindern, die mit viel Begeisterung und Tatkraft 40 Rüben aus der Erde gezogen und aufgeladen haben.

Übrigens, die Kindervolkstanzgruppe sucht Verstärkung. Sie trifft sich immer dienstags von 17.30-18.30 Uhr im Albvereinsheim zum Tanzen, Spielen oder Basteln und würde sich über neue Gesichter sehr freuen. Bitte wendet euch bei Interesse an die Gruppenleiterin Emilia Henzler: Tel. 01573 2466685 oder Email: e.veit2002@gmail.com.

Aus Kraft wurde Saft

Familienwanderung mit spannenden Naturbeobachtungen  

Bei herrlichem Herbstwetter brach eine muntere N-A-N-U-Familiengruppe zu einer abwechslungsreichen Tour auf dem Wanderweg „hochgeblickt“ vom Galgenbergpark  zu einer Streuobstwiese nach Neckarhausen auf. Familienwanderungen bieten Bewegung in der frischen Luft sowie Staunen und Lernen in der Natur.

Unterwegs erklärte der Wanderführer Bernd Euchner – vor allem den Kindern – anschaulich die Bedeutung der Bienen für unsere Äpfel. Ohne die Bestäubung durch diese fleißigen Insekten gäbe es kaum Früchte auf unseren Obstbäumen. Die Bienen sammeln Nektar aus den Blüten, um daraus Honig herzustellen – ihr wichtigstes Winterfutter. Dabei bleiben feine Pollen an ihrem Körper hängen, die sie von Blüte zu Blüte tragen. So sorgen sie ganz nebenbei dafür, dass viele Pflanzen befruchtet werden und Früchte tragen können.

Neben spannenden Informationen gab es unterwegs auch viele Naturbeobachtungen. Über den Feldern kreisten Bussarde, deren typischer Ruf immer wieder zu hören war. Auch Milane konnten man am Himmel entdecken, die mit ihren gegabelten Schwänzen majestätisch ihre Runden zogen.

Eine besondere Freude für die Kinder war der Halt an einer erneuerten Trockenmauer. Hier entdeckten sie flink huschende Eidechsen, die sich in der warmen Herbstsonne sonnten oder zwischen den Steinen verschwanden.

Gemeinsam auf Schatzsuche – Kinder entdecken einen Geocache am Wengerhäusle und erkunden neugierig das steinerne Gewölbe.

„Aus Kraft wird Saft“ – Muskelkraft und Tradition in Neckarhausen

Unter dem Motto „Aus Kraft wird Saft“ versammelten sich Vereinsmitglieder und Gäste, um auf traditionelle Weise frischen Apfelsaft herzustellen. Was diese Veranstaltung besonders machte, war die Verwendung einer alten Apfelpresse, die noch vollständig mit Muskelkraft und nicht hydraulisch betrieben wird – ein seltenes Stück aus Holz, das die lange Tradition des Apfelsaftpressens in die Gegenwart holte.

Morgens wurde zunächst alles Zubehör fürs Apfelpressen aufgebaut, dann wartete man auf die Teilnehmer, die die Äpfel auf der Obstwiese aufgesammelt hatten. Gegen 13.30 Uhr trafen sie beim AV-Heim ein.

 

Die Äpfel wurden gewaschen, geschnitten und sorgfältig in die hölzerne Presse geschichtet.

Dann ging es ans Eingemachte: Mit vereinten Kräften drehten die Helfer die schwere Kurbel der Presse. Schritt für Schritt floss der süße Apfelsaft in die Fässer– ein kraftvolles und erfüllendes Erlebnis, das die Muskeln zum Brennen brachte und den Geschmackssinn belohnte. Die mühevolle Arbeit wurde direkt mit dem Genuss des frisch gepressten, naturbelassenen Saftes gekrönt.

Doch damit nicht genug: Zusätzlich zu diesem traditionellen Pressvorgang wurden von den Helfern frittierte Apfelringe zubereitet und an die Anwesenden verteilt. Die knusprigen, goldbraunen Apfelringe ergänzten das fruchtige Getränk perfekt und sorgten für ein weiteres Highlight dieses besonderen Tages.

Die Veranstaltung zeigte, wie Gemeinschaft, Muskelkraft und Tradition Hand in Hand gehen. Am Ende des Tages konnten die Teilnehmer stolz auf die gefüllten Saftflaschen und das fröhliche Miteinander zurückblicken. Wieder einmal bewies der Albverein: Aus Kraft wird nicht nur Saft – sondern auch ein Stück lebendiger Geschichte.

Der Apfelsafttag verband auf ideale Weise gemeinsames Naturerlebnis mit spannender Umweltbildung – ein schöner Tag für die ganze Familie.

 

 

Schässloh-Musig in Concert

Ein bunter Reigen aus Volkstanzmusik und argentinischem Tango, Ballade und Wiener Walzer, Marsch und Polka hat die Besucher des Konzerts der Schässloh-Musig im AV-Heim erwartet. Mit den in dieser Besetzung üblichen Instrumenten Kontrabass, Gitarre, Geige und Ziehharmonika wurden im Mittelteil sogar die Geige und Ziehharmonika gegen die Harmonie-Zithern eingetauscht. Nun konnten sich die Besucher über geistliche, weltliche und schwäbische Musikstücke erfreuen.

Ein durch und durch gelungener Auftritt. Nach einer geforderten Zugabe haben sich die Gäste und Musikanten bei Sekt und Selters ausgetauscht. Herzlichen Dank allen Helfern vor und hinter den Kulissen.

Der komplette Erlös der Spendengala wird der Ortsgruppe zur Renovierung des AV-Heims zur Verfügung gestellt.

Spiel- und Spaßwanderung 

Kürzlich trafen wir uns am Parkplatz an der Kneipanlage in Metzingen zur Familienwanderung des N-A-N-U. Wir waren eine große Gruppe mit 20 Erwachsenen und 18 Kindern jeglichen alters. Nach einem kurzen kennenlernen starteten wir gemeinsam in Richtung Wald. Auf der großen Wiese, bevor es in den Wald ging, bildeten wir einen großen Kreis. Wir spielten zunächst ein Spiel, bei dem Tierstimmen wieder gegeben wurden. Die verschiedenen Tiere kamen dann zusammen, so stand man immer mit unterschiedlichen Leuten in der Gruppe zusammen und kam ins Gespräch und jeder stellte sich den anderen vor. Danach war das Eis gebrochen und wir wanderten bunt gemischt weiter.

Svea baute unterschiedliche Spiele in die Wanderung ein bei denen Groß und Klein eingebunden wurden. Wie z. B. das Stockspiel bei dem die Erwachsenen Stöcke hielten und die Kinder unten oder oben drüber springen durften.

Im Laufe der Wanderung stellte uns Svea auch einige Bastelideen vor, die wir mit Materialen aus dem Wald und mit denen die wir mitgebracht hatten, später nachbasteln konnten.

Auf dem Weg zur Grillstelle gab es am Wegrand Tierfiguren aus Holz zu entdecken, zu denen Svea den Kindern Fragen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten vorgab. Wurde die richtige Antwort von den Kindern gewählt, erhielten sie als Preis einen Kronkorken. Diese wiederum konnten später an der Grillstelle zu Holzrasseln verbaut werden.

Die Tierfiguren fanden sich auch in den Bastelideen wieder, für die Svea Schablonen dabei hatte, die man auf Klopapierrollen übertrug und ausschnitt. Mit weiteren Materialien wie Tannenzapfen und Reißig entstanden so Eichhörnchen, Igel und weitere Waldbewohner.

An der Grillstelle angekommen haben wir uns zunächst etwas gestärkt und konnten dann mit den gesammelten und von Svea zur Verfügung gestellten Hilfsmitteln noch weitere Figuren und Rasseln und Raupen etc. basteln.

Rund um war es ein sehr spannender abwechslungsreicher kurzweiliger Nachmittag.

Wir bekamen viele Ideen und Anregungen, wie wir in der schönen Herbstzeit auch mit einfachen Mitteln aus dem Wald, kleine Kunstwerke erschaffen können.

Die Raupe Nimmersatt die auf einem Pfeiffenputzer gesteckte Blätter waren, hängt bei uns nun an der Eingangstür und erinnert uns jeden Tag an den schönen Ausflug mit dem N-A-N-U.

Vielen Dank für den schönen Nachmittag

Familie Bader aus Kirchheim/Teck

Mittendrin: Über Stock und Stein

Kürzlich hieß es: Wasserschuhe an – und rein ins Abenteuer! Einige Familien folgten dem Ruf des N-A-N-U und trafen sich am Wanderparkplatz beim Kloster Bebenhausen, um den Goldersbach einmal ganz anders zu erleben: beim Riverwalking.

Nach einem kurzen Fußmarsch konnten es die Kinder kaum erwarten. Am Wasser angekommen war es erstmal bibber-kalt – aber nach den ersten Schritten war das Frösteln schnell vergessen. Ob vorsichtig über Stock und Stein oder gleich mittendrin durchs kühle Nass – alle hatten ihren Spaß, gemeinsam stapften wir bachaufwärts und schon bald reichte das Wasser etwas höher. So blieb es nicht aus, dass so mancher am Ende pitschnass war.

Nach etwa einer halben Stunde legten wir am Bücherbaum eine wohlverdiente Pause ein. Beim Spiel „Wer bin ich?“ hatten vor allem die Kinder einen Riesenspaß. Überraschung: Niemand kannte das Indische Springkraut – und ausgerechnet an diesem Tag ließ es sich auch nicht blicken.

Frisch gestärkt ging es weiter. Unterwegs entdeckten wir einen Frosch und so manches andere kleine Naturwunder. Zweieinhalb Stunden später kamen wir am Grillplatz „Geschlossener Brunnen“ an – und wurden schon von einem prasselnden Feuer empfangen – vielen Dank an Micha B. fürs Vorbereiten! Selbst unsere vierbeinige Begleiterin ließ es sich nicht nehmen, ein paar Wurstreste zu ergattern – liebevoll zugesteckt von den Kindern.

Während die Erwachsenen entspannt plauderten, tobten die Kinder fröhlich durcheinander – harmonisch und voller Energie. So geht Sommer: Wasser, Natur, Gemeinschaft – und jede Menge Spaß!

Ein Verein für die ganze Familie …

… und ein Fest für die ganze Familie. Genau das findet man beim Schwäbischen Albverein, der zum Sommerferienende wieder sein Bergfest in Neckarhausen veranstaltet hat. Zum ökumenischen Gottesdienst waren alle herzlich auf die Albvereinswiese eingeladen, es wurde der Abschluss der FeBiWo gefeiert.

Auch in diesem Jahr gab es die leckeren Spanferkel vom Grill und die Kuchen schmeckten wieder hervorragend. Musikalische Unterhaltung erklang vom Musikverein Linsenhofen und auch die Schässloh-Musig war erneut mit dabei. Ein weiteres Highlight war der Auftritt der Kinder zusammen mit der Jugend- und Volkstanzgruppe. Und natürlich gab es für alle Jung gebliebenen etwas zum Basteln, das darf auf einem Familienfest keinesfalls fehlen.

Doch ohne ein Team, das Hand in Hand arbeitet, lässt sich solch ein Fest nicht stemmen.

Deshalb sagen wir hier an dieser Stelle: HERZLICHEN DANK allen Helfern und Helferinnen, die zum Gelingen unseres Festes beigetragen haben.

Die Welt der Kräuter …

Zum Kräuterspaziergang begrüßte unsere Naturschutzwartin Sigrid Jetter auch in diesem Jahr wieder viele interessierte Teilnehmer. Gleich zu Beginn konnten die Gäste ihr Wissen unter Beweis stellen, denn die bereits ausgelegten Kräuter sollten bestimmt werden. Da kam man doch gleich miteinander ins Gespräch.

Kräuterwanderung mit Sigrid Jetter

Auf der kurzen Tour unterwegs wurden  noch viele weitere Kräuter und Wildblumen entdeckt. Die Expertin machte auf die unterschiedlichsten Gegebenheiten in der Natur aufmerksam und erklärte, warum es gut sei, dass die Wiesen nicht alle zur gleichen Zeit gemäht würden. Spannend war auch die Geschichte, mit welchen Tricks sich der Wiesensalbei vermehrt. Zurück beim Albvereinsheim durften die Kräuterliebhaber zur Tat schreiten. Gemeinsam wurden die Kräuter geschnitten und ein leckerer Quark damit zubereitet. Guten Appetit!

Der Kräuterquark mundet

Familienzeit: Auf den Spuren von Rulaman

Raus ins Glück: kürzlich unternahm die N-A-N-U-Gruppe des Schwäbischen Albvereins eine ganz besondere Wanderung auf dem Rulaman-Weg. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaftem Wetter machten sich 10 Familien mit ihren Kindern (gesamt 30 Personen) auf den Weg durch eine malerische felsige Schlucht, begleitet von bester Laune und viel Vorfreude auf ein gemeinsames Naturerlebnis.

Der Rulaman-Weg entführte uns auf eine Zeitreise in die Steinzeit. Immer wieder hielten wir an, um spannende Passagen aus dem Jugendroman Rulaman von David Friedrich Weinland zu hören – ein Buch, das auf faszinierende Weise das Leben der Steinzeitmenschen schildert. Besonders beeindruckend waren die Szenen, in denen der junge Rulaman seinen Vater rettet und wilde Tiere bezwingt – spannend erzählt und lebendig vorgetragen.

Ein echtes Highlight war der Besuch der Rulaman- oder Tulka-Höhle. Heute bezeichnet als Schillerhöhle, die als Vorlage für das Buch diente. Dort soll Rulaman mit seinem Stamm gelebt haben. Die Kinder (und auch die Erwachsenen) waren fasziniert von der Atmosphäre – ein Ort, der Geschichte und Fantasie auf eindrucksvolle Weise verbindet.

Unterwegs sammelten die Kinder Naturmaterialien wie Äste, Steine und Pflanzen, um daraus im Anschluss eigene steinzeitliche Beile zu basteln – mit großer Begeisterung und viel Kreativität. Als krönenden Abschluss erreichten wir die Burgruine „Hohen Wittlingen“, wo wir gemeinsam ein Picknick veranstalteten. Hier durften die Kinder außerdem ihre eigenen Naturfarben herstellen und sich an einer kleinen „Höhlenmalerei“  versuchen.

Die Stimmung war großartig – wir fühlten uns fast wie im echten Urwald! Es war ein erlebnisreicher Tag voller Natur, Spiel, Geschichte und Gemeinschaft. Einen schöneren Abschluss der Osterferien hätte man sich kaum wünschen können.

Ein herzliches Dankeschön an die N-A-N-U-Gruppe des Schwäbischen Albvereins und insbesondere an Svea von der OG Neckartailfingen, die dieses großartige Erlebnis für uns alle möglich gemacht hat!

RAUS INS GLÜCK

Gemeinsame Wanderungen sind ein besonderes Erlebnis für Kinder und Erwachsene. Denn beim Wandern auf spannenden Wegen kommen alle in Bewegung, erleben Gemeinschaft und genießen das Draußensein. Regelmäßiges Wandern fördert außerdem das Wohlbefinden von Groß und Klein.

Miriam Hozak, Pädagogische Mitarbeiterin beim Schwäbischen Albverein macht Laune auf Familiengruppen im Albverein mit diesem kurzen  FILM. Übrigens, unsere Familiengruppe freut sich auf Eure Teilnahme!

Dank einer Kooperation der Neckarhäuser Kindergärten mit unsere Albvereins-Ortsgruppe entdecken schon die Kleinsten die Freude an der Natur. Nehmt Euch eine gute Minute Zeit und schaut Euch an, was Wandervereine wie der Neckarhäuser Albverein so alles leisten.

DWV FILM Kitawandern | Glücksmomente für Groß und Klein

Die Filme sind vom Deutschen Wanderverband (DWV) – Studio Blåfield

Kindern endecken den Wald

Landschaftspflegetag für Jung und Alt

Der Teck-Neuffen-Gau und der Tübinger Gau des Schwäbischen Albvereins hatten kürzlich im Zusammenwirken mit unserer Ortsgruppe zu einem Landschaftspflegetag für Jung und Alt eingeladen. Gekommen waren rund 30 Personen überwiegend aus Nürtingen und dem Umland beispielsweise aus Großbettlingen, Oberboihingen und Wendlingen.

Hecken prägen seit Jahrhunderten das Bild unserer Kulturlandschaft. Der ökologische Nutzen, den Hecken bieten – von der Förderung der Artenvielfalt bis hin zur Erosionsvermeidung und Klimaanpassung – kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Deshalb wurden bereits Mitte der 90-ziger Jahre umfangreiche Feldgehölze als Biotopverbundmaßnahme auf der Neckarhäuser Feldflur – im Gewand Spitzäcker – vom Teck-Neuffen-Gau und der Ortsgruppe Neckarhausen des Albvereins angepflanzt. Doch wenn Feldhecken schon viele Jahre auf dem Buckel haben, dann geben sie oft nicht mehr dasselbe, reizende Bild ab wie in jungen Jahren. Die „vergreisten“ Hecken gehören dann ordentlich zurückgeschnitten, damit sie wieder lückenlos und dicht austreiben, grünen und blühen können. Eine Methode, die dabei oft zum Einsatz kommt, ist das sogenannte „auf den Stock setzen“, bei dem das Gestrüpp radikal abgesägt wird. Wenn Hecken regelmäßig „auf den Stock“ gesetzt werden, entsteht eine dichtere und kompaktere Struktur, die mehr Lebensraum für Tiere bietet.

Freiwillige Helfer sammeln das Schnittgut ein.

Einweisung in den Pflegeschnitt von Wildrosen.

Der hauptamtliche Pflegetrupp des Schwäbischen Albvereins, hatte bereits in den Tagen vor dem Einsatz umfangreiche Vorarbeiten geleistet und die Feldhecken zurückgeschnitten. Aufgabe der Freiwilligen war daher vor allem – nach Einweisung von Reinhard Jetter – das Häckseln des Schnittgutes, der Schnitt der Wildrosen sowie das Eindämmen der Brombeersträucher in die angrenzende landwirtschaftliche Fläche. Mit einer Heckenschere und Handschuhen ausgestattet, machten sich die Freiwilligen engagiert an die Arbeit und trotzten den Dornen der Brombeeren. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel man gemeinsam erreichen kann, wenn jeder Hand anlegt.

Übrigens: In einer Zeit, in der Lebensräume immer mehr fragmentiert werden, sind Hecken als ökologische Korridore von großer Bedeutung. Sie verbinden isolierte Lebensräume und ermöglichen es Tieren, sich zwischen verschiedenen Gebieten zu bewegen, was den Genfluss und die langfristige Überlebensfähigkeit von Arten unterstützt. Darüber hinaus wirken Hecken als natürliche Windschutzbarrieren, schützen vor Erosion und filtern Schadstoffe aus der Luft. Ihre Wurzeln tragen zur Stabilisierung des Bodens bei und verhindern, dass wertvolle Nährstoffe verloren gehen. In Zeiten des Klimawandels spielt die Rolle von Hecken als Kohlenstoffspeicher ebenfalls eine immer größere Rolle.

Ein wichtiger Aspekt des Naturschutzes ist die Sensibilisierung der jüngeren Generation. Kinder, die mit der Natur und ihrer Pflege vertraut gemacht werden, schätzen ihre Umwelt und erkennen die Bedeutung von Biodiversität und nachhaltigem Handeln. Diese frühzeitige Einbindung fördert nicht nur ein Verantwortungsbewusstsein, sondern stärkt auch das Gefühl, dass jeder Einzelne einen positiven Beitrag zum Erhalt der Natur leisten kann.

Deshalb waren bei diesem Landschafspflegetag auch Kinder eingebunden. Sie bauten unter Anleitung von Gerhard Kurz jeweils einen Nistkasten oder bohrten zahlreiche Nisthölzer, die im Wildbienenstand beim Wildrosenlehrpfad untergebracht wurden.

Bildmitte: Gerhard Kurz, Gaunaturschutzwart des Albvereins.

Des Weiteren pflanzten die Kinder auch eine Mispel. Die Obstbaumsorte ist in Vergessenheit geraten und ist eine Schmetterlingsfutterpflanze sowie ein Vogelschutz- und Nährgehölz.

Das Pflanzen eines Obstbaumes machten den Kindern sichtlich Spaß.     Rechts: Jörg Dessecker, Leiter des Pflegetrupps

Der Abschluss des Landschaftspflegetages bildete ein Imbiss im Neckarhäuser Albvereinsheim. Es gab Lamm-Burger und Rote aus Schaffleisch. Und wie es sich so für einen Wanderverein gehört, kam das Fleisch von einem Wanderschäfer aus der Region.

Nach dem Arbeitseinsatz schmeckte das Essen!

„Der Einsatz der Freiwilligen ist unverzichtbar für den Erhalt unserer Landschaft. Es ist inspirierend zu sehen, wie viel Engagement und Liebe zur Natur hier zusammenkommen“, betonten die Organisatoren des Albvereins. „Ohne die Hilfe von so vielen motivierten Menschen wäre dieser Landschaftspflegetag nicht möglich gewesen.“

Ein herzliches Dankeschön geht an die zahlreichen Freiwilligen, die sich tatkräftig eingesetzt haben, um die Natur in unserer Region zu bewahren.

 

Fotos u. Text: Bernd Euchner