Schässloh-Musig in Concert

Ein bunter Reigen aus Volkstanzmusik und argentinischem Tango, Ballade und Wiener Walzer, Marsch und Polka hat die Besucher des Konzerts der Schässloh-Musig im AV-Heim erwartet. Mit den in dieser Besetzung üblichen Instrumenten Kontrabass, Gitarre, Geige und Ziehharmonika wurden im Mittelteil sogar die Geige und Ziehharmonika gegen die Harmonie-Zithern eingetauscht. Nun konnten sich die Besucher über geistliche, weltliche und schwäbische Musikstücke erfreuen.

Ein durch und durch gelungener Auftritt. Nach einer geforderten Zugabe haben sich die Gäste und Musikanten bei Sekt und Selters ausgetauscht. Herzlichen Dank allen Helfern vor und hinter den Kulissen.

Der komplette Erlös der Spendengala wird der Ortsgruppe zur Renovierung des AV-Heims zur Verfügung gestellt.

Spiel- und Spaßwanderung 

Kürzlich trafen wir uns am Parkplatz an der Kneipanlage in Metzingen zur Familienwanderung des N-A-N-U. Wir waren eine große Gruppe mit 20 Erwachsenen und 18 Kindern jeglichen alters. Nach einem kurzen kennenlernen starteten wir gemeinsam in Richtung Wald. Auf der großen Wiese, bevor es in den Wald ging, bildeten wir einen großen Kreis. Wir spielten zunächst ein Spiel, bei dem Tierstimmen wieder gegeben wurden. Die verschiedenen Tiere kamen dann zusammen, so stand man immer mit unterschiedlichen Leuten in der Gruppe zusammen und kam ins Gespräch und jeder stellte sich den anderen vor. Danach war das Eis gebrochen und wir wanderten bunt gemischt weiter.

Svea baute unterschiedliche Spiele in die Wanderung ein bei denen Groß und Klein eingebunden wurden. Wie z. B. das Stockspiel bei dem die Erwachsenen Stöcke hielten und die Kinder unten oder oben drüber springen durften.

Im Laufe der Wanderung stellte uns Svea auch einige Bastelideen vor, die wir mit Materialen aus dem Wald und mit denen die wir mitgebracht hatten, später nachbasteln konnten.

Auf dem Weg zur Grillstelle gab es am Wegrand Tierfiguren aus Holz zu entdecken, zu denen Svea den Kindern Fragen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten vorgab. Wurde die richtige Antwort von den Kindern gewählt, erhielten sie als Preis einen Kronkorken. Diese wiederum konnten später an der Grillstelle zu Holzrasseln verbaut werden.

Die Tierfiguren fanden sich auch in den Bastelideen wieder, für die Svea Schablonen dabei hatte, die man auf Klopapierrollen übertrug und ausschnitt. Mit weiteren Materialien wie Tannenzapfen und Reißig entstanden so Eichhörnchen, Igel und weitere Waldbewohner.

An der Grillstelle angekommen haben wir uns zunächst etwas gestärkt und konnten dann mit den gesammelten und von Svea zur Verfügung gestellten Hilfsmitteln noch weitere Figuren und Rasseln und Raupen etc. basteln.

Rund um war es ein sehr spannender abwechslungsreicher kurzweiliger Nachmittag.

Wir bekamen viele Ideen und Anregungen, wie wir in der schönen Herbstzeit auch mit einfachen Mitteln aus dem Wald, kleine Kunstwerke erschaffen können.

Die Raupe Nimmersatt die auf einem Pfeiffenputzer gesteckte Blätter waren, hängt bei uns nun an der Eingangstür und erinnert uns jeden Tag an den schönen Ausflug mit dem N-A-N-U.

Vielen Dank für den schönen Nachmittag

Familie Bader aus Kirchheim/Teck

Mittendrin: Über Stock und Stein

Kürzlich hieß es: Wasserschuhe an – und rein ins Abenteuer! Einige Familien folgten dem Ruf des N-A-N-U und trafen sich am Wanderparkplatz beim Kloster Bebenhausen, um den Goldersbach einmal ganz anders zu erleben: beim Riverwalking.

Nach einem kurzen Fußmarsch konnten es die Kinder kaum erwarten. Am Wasser angekommen war es erstmal bibber-kalt – aber nach den ersten Schritten war das Frösteln schnell vergessen. Ob vorsichtig über Stock und Stein oder gleich mittendrin durchs kühle Nass – alle hatten ihren Spaß, gemeinsam stapften wir bachaufwärts und schon bald reichte das Wasser etwas höher. So blieb es nicht aus, dass so mancher am Ende pitschnass war.

Nach etwa einer halben Stunde legten wir am Bücherbaum eine wohlverdiente Pause ein. Beim Spiel „Wer bin ich?“ hatten vor allem die Kinder einen Riesenspaß. Überraschung: Niemand kannte das Indische Springkraut – und ausgerechnet an diesem Tag ließ es sich auch nicht blicken.

Frisch gestärkt ging es weiter. Unterwegs entdeckten wir einen Frosch und so manches andere kleine Naturwunder. Zweieinhalb Stunden später kamen wir am Grillplatz „Geschlossener Brunnen“ an – und wurden schon von einem prasselnden Feuer empfangen – vielen Dank an Micha B. fürs Vorbereiten! Selbst unsere vierbeinige Begleiterin ließ es sich nicht nehmen, ein paar Wurstreste zu ergattern – liebevoll zugesteckt von den Kindern.

Während die Erwachsenen entspannt plauderten, tobten die Kinder fröhlich durcheinander – harmonisch und voller Energie. So geht Sommer: Wasser, Natur, Gemeinschaft – und jede Menge Spaß!

Ein Verein für die ganze Familie …

… und ein Fest für die ganze Familie. Genau das findet man beim Schwäbischen Albverein, der zum Sommerferienende wieder sein Bergfest in Neckarhausen veranstaltet hat. Zum ökumenischen Gottesdienst waren alle herzlich auf die Albvereinswiese eingeladen, es wurde der Abschluss der FeBiWo gefeiert.

Auch in diesem Jahr gab es die leckeren Spanferkel vom Grill und die Kuchen schmeckten wieder hervorragend. Musikalische Unterhaltung erklang vom Musikverein Linsenhofen und auch die Schässloh-Musig war erneut mit dabei. Ein weiteres Highlight war der Auftritt der Kinder zusammen mit der Jugend- und Volkstanzgruppe. Und natürlich gab es für alle Jung gebliebenen etwas zum Basteln, das darf auf einem Familienfest keinesfalls fehlen.

Doch ohne ein Team, das Hand in Hand arbeitet, lässt sich solch ein Fest nicht stemmen.

Deshalb sagen wir hier an dieser Stelle: HERZLICHEN DANK allen Helfern und Helferinnen, die zum Gelingen unseres Festes beigetragen haben.

Die Welt der Kräuter …

Zum Kräuterspaziergang begrüßte unsere Naturschutzwartin Sigrid Jetter auch in diesem Jahr wieder viele interessierte Teilnehmer. Gleich zu Beginn konnten die Gäste ihr Wissen unter Beweis stellen, denn die bereits ausgelegten Kräuter sollten bestimmt werden. Da kam man doch gleich miteinander ins Gespräch.

Kräuterwanderung mit Sigrid Jetter

Auf der kurzen Tour unterwegs wurden  noch viele weitere Kräuter und Wildblumen entdeckt. Die Expertin machte auf die unterschiedlichsten Gegebenheiten in der Natur aufmerksam und erklärte, warum es gut sei, dass die Wiesen nicht alle zur gleichen Zeit gemäht würden. Spannend war auch die Geschichte, mit welchen Tricks sich der Wiesensalbei vermehrt. Zurück beim Albvereinsheim durften die Kräuterliebhaber zur Tat schreiten. Gemeinsam wurden die Kräuter geschnitten und ein leckerer Quark damit zubereitet. Guten Appetit!

Der Kräuterquark mundet

Familienzeit: Auf den Spuren von Rulaman

Raus ins Glück: kürzlich unternahm die N-A-N-U-Gruppe des Schwäbischen Albvereins eine ganz besondere Wanderung auf dem Rulaman-Weg. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaftem Wetter machten sich 10 Familien mit ihren Kindern (gesamt 30 Personen) auf den Weg durch eine malerische felsige Schlucht, begleitet von bester Laune und viel Vorfreude auf ein gemeinsames Naturerlebnis.

Der Rulaman-Weg entführte uns auf eine Zeitreise in die Steinzeit. Immer wieder hielten wir an, um spannende Passagen aus dem Jugendroman Rulaman von David Friedrich Weinland zu hören – ein Buch, das auf faszinierende Weise das Leben der Steinzeitmenschen schildert. Besonders beeindruckend waren die Szenen, in denen der junge Rulaman seinen Vater rettet und wilde Tiere bezwingt – spannend erzählt und lebendig vorgetragen.

Ein echtes Highlight war der Besuch der Rulaman- oder Tulka-Höhle. Heute bezeichnet als Schillerhöhle, die als Vorlage für das Buch diente. Dort soll Rulaman mit seinem Stamm gelebt haben. Die Kinder (und auch die Erwachsenen) waren fasziniert von der Atmosphäre – ein Ort, der Geschichte und Fantasie auf eindrucksvolle Weise verbindet.

Unterwegs sammelten die Kinder Naturmaterialien wie Äste, Steine und Pflanzen, um daraus im Anschluss eigene steinzeitliche Beile zu basteln – mit großer Begeisterung und viel Kreativität. Als krönenden Abschluss erreichten wir die Burgruine „Hohen Wittlingen“, wo wir gemeinsam ein Picknick veranstalteten. Hier durften die Kinder außerdem ihre eigenen Naturfarben herstellen und sich an einer kleinen „Höhlenmalerei“  versuchen.

Die Stimmung war großartig – wir fühlten uns fast wie im echten Urwald! Es war ein erlebnisreicher Tag voller Natur, Spiel, Geschichte und Gemeinschaft. Einen schöneren Abschluss der Osterferien hätte man sich kaum wünschen können.

Ein herzliches Dankeschön an die N-A-N-U-Gruppe des Schwäbischen Albvereins und insbesondere an Svea von der OG Neckartailfingen, die dieses großartige Erlebnis für uns alle möglich gemacht hat!

RAUS INS GLÜCK

Gemeinsame Wanderungen sind ein besonderes Erlebnis für Kinder und Erwachsene. Denn beim Wandern auf spannenden Wegen kommen alle in Bewegung, erleben Gemeinschaft und genießen das Draußensein. Regelmäßiges Wandern fördert außerdem das Wohlbefinden von Groß und Klein.

Miriam Hozak, Pädagogische Mitarbeiterin beim Schwäbischen Albverein macht Laune auf Familiengruppen im Albverein mit diesem kurzen  FILM. Übrigens, unsere Familiengruppe freut sich auf Eure Teilnahme!

Dank einer Kooperation der Neckarhäuser Kindergärten mit unsere Albvereins-Ortsgruppe entdecken schon die Kleinsten die Freude an der Natur. Nehmt Euch eine gute Minute Zeit und schaut Euch an, was Wandervereine wie der Neckarhäuser Albverein so alles leisten.

DWV FILM Kitawandern | Glücksmomente für Groß und Klein

Die Filme sind vom Deutschen Wanderverband (DWV) – Studio Blåfield

Kindern endecken den Wald

Landschaftspflegetag für Jung und Alt

Der Teck-Neuffen-Gau und der Tübinger Gau des Schwäbischen Albvereins hatten kürzlich im Zusammenwirken mit unserer Ortsgruppe zu einem Landschaftspflegetag für Jung und Alt eingeladen. Gekommen waren rund 30 Personen überwiegend aus Nürtingen und dem Umland beispielsweise aus Großbettlingen, Oberboihingen und Wendlingen.

Hecken prägen seit Jahrhunderten das Bild unserer Kulturlandschaft. Der ökologische Nutzen, den Hecken bieten – von der Förderung der Artenvielfalt bis hin zur Erosionsvermeidung und Klimaanpassung – kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Deshalb wurden bereits Mitte der 90-ziger Jahre umfangreiche Feldgehölze als Biotopverbundmaßnahme auf der Neckarhäuser Feldflur – im Gewand Spitzäcker – vom Teck-Neuffen-Gau und der Ortsgruppe Neckarhausen des Albvereins angepflanzt. Doch wenn Feldhecken schon viele Jahre auf dem Buckel haben, dann geben sie oft nicht mehr dasselbe, reizende Bild ab wie in jungen Jahren. Die „vergreisten“ Hecken gehören dann ordentlich zurückgeschnitten, damit sie wieder lückenlos und dicht austreiben, grünen und blühen können. Eine Methode, die dabei oft zum Einsatz kommt, ist das sogenannte „auf den Stock setzen“, bei dem das Gestrüpp radikal abgesägt wird. Wenn Hecken regelmäßig „auf den Stock“ gesetzt werden, entsteht eine dichtere und kompaktere Struktur, die mehr Lebensraum für Tiere bietet.

Freiwillige Helfer sammeln das Schnittgut ein.

Einweisung in den Pflegeschnitt von Wildrosen.

Der hauptamtliche Pflegetrupp des Schwäbischen Albvereins, hatte bereits in den Tagen vor dem Einsatz umfangreiche Vorarbeiten geleistet und die Feldhecken zurückgeschnitten. Aufgabe der Freiwilligen war daher vor allem – nach Einweisung von Reinhard Jetter – das Häckseln des Schnittgutes, der Schnitt der Wildrosen sowie das Eindämmen der Brombeersträucher in die angrenzende landwirtschaftliche Fläche. Mit einer Heckenschere und Handschuhen ausgestattet, machten sich die Freiwilligen engagiert an die Arbeit und trotzten den Dornen der Brombeeren. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel man gemeinsam erreichen kann, wenn jeder Hand anlegt.

Übrigens: In einer Zeit, in der Lebensräume immer mehr fragmentiert werden, sind Hecken als ökologische Korridore von großer Bedeutung. Sie verbinden isolierte Lebensräume und ermöglichen es Tieren, sich zwischen verschiedenen Gebieten zu bewegen, was den Genfluss und die langfristige Überlebensfähigkeit von Arten unterstützt. Darüber hinaus wirken Hecken als natürliche Windschutzbarrieren, schützen vor Erosion und filtern Schadstoffe aus der Luft. Ihre Wurzeln tragen zur Stabilisierung des Bodens bei und verhindern, dass wertvolle Nährstoffe verloren gehen. In Zeiten des Klimawandels spielt die Rolle von Hecken als Kohlenstoffspeicher ebenfalls eine immer größere Rolle.

Ein wichtiger Aspekt des Naturschutzes ist die Sensibilisierung der jüngeren Generation. Kinder, die mit der Natur und ihrer Pflege vertraut gemacht werden, schätzen ihre Umwelt und erkennen die Bedeutung von Biodiversität und nachhaltigem Handeln. Diese frühzeitige Einbindung fördert nicht nur ein Verantwortungsbewusstsein, sondern stärkt auch das Gefühl, dass jeder Einzelne einen positiven Beitrag zum Erhalt der Natur leisten kann.

Deshalb waren bei diesem Landschafspflegetag auch Kinder eingebunden. Sie bauten unter Anleitung von Gerhard Kurz jeweils einen Nistkasten oder bohrten zahlreiche Nisthölzer, die im Wildbienenstand beim Wildrosenlehrpfad untergebracht wurden.

Bildmitte: Gerhard Kurz, Gaunaturschutzwart des Albvereins.

Des Weiteren pflanzten die Kinder auch eine Mispel. Die Obstbaumsorte ist in Vergessenheit geraten und ist eine Schmetterlingsfutterpflanze sowie ein Vogelschutz- und Nährgehölz.

Das Pflanzen eines Obstbaumes machten den Kindern sichtlich Spaß.     Rechts: Jörg Dessecker, Leiter des Pflegetrupps

Der Abschluss des Landschaftspflegetages bildete ein Imbiss im Neckarhäuser Albvereinsheim. Es gab Lamm-Burger und Rote aus Schaffleisch. Und wie es sich so für einen Wanderverein gehört, kam das Fleisch von einem Wanderschäfer aus der Region.

Nach dem Arbeitseinsatz schmeckte das Essen!

„Der Einsatz der Freiwilligen ist unverzichtbar für den Erhalt unserer Landschaft. Es ist inspirierend zu sehen, wie viel Engagement und Liebe zur Natur hier zusammenkommen“, betonten die Organisatoren des Albvereins. „Ohne die Hilfe von so vielen motivierten Menschen wäre dieser Landschaftspflegetag nicht möglich gewesen.“

Ein herzliches Dankeschön geht an die zahlreichen Freiwilligen, die sich tatkräftig eingesetzt haben, um die Natur in unserer Region zu bewahren.

 

Fotos u. Text: Bernd Euchner

 

Jahresprogramm der Ortsgruppen Neckarhausen und Großbettlingen

Spannende Aktionen für die ganze Familie, Wanderungen und traditionelle Feste stehen auf dem Programm.

Unser Jahresprogramm 2025 können Sie als PdF-Dokument hier herunterladen:  SAV OG Neckarhausen 

Durch eine Kooperation mit dem Großbettlinger Albverein wird das Programm  um zahlreiche Wanderungen ergänzt. Unter anderem werden für Senioren donnerstags Wanderungen angeboten.

Die Veranstaltungen finden Sie hier:  Albverein Großbettlingen

Diese Veranstaltungen sind in unsere  Termindatenbank eingepflegt. Diese wird ständig aktualisiert und ergänzt. Spätestens zwei Wochen vor der Veranstaltung sind dann die neusten Informationen hinterlegt.

Insgesamt können wir so gemeinsam über 40 Veranstaltungen im Jahr 2025 anbieten. 17 Wanderungen stehen an: darunter 7 Wanderungen für Senioren, 6 Wanderungen an Sonntagen und 4 Radtouren. Und für Familien bietet wird 9 Veranstaltungen an. Die Veranstaltungen für Familien findet ihr hier:  Familienprogramm 2025

Wir freuen uns sehr auf Euer Kommen!

Unterwegs auf dem Wanderweg „hochgehblickt“

Die Streuobstwiesen zwischen Alb und Neckar bilden mit rund 26.000 ha eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften Europas. Rund 1,5 Millionen Obstbäume prägen unsere schwäbische Heimat und sind Lebensraum für über 5.000 Tier- und Pflanzenarten und Naherholungsgebiet für Jung und Alt. Diesen Kulturschatz gilt es für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Raus ins Glück: kürzlich lud der Neckarhäuser Albverein zu einer Exkursion ein. Die Teilnehmer trafen sich am offiziellen Startpunkt des „hochgeblickt“-Wanderweges, im Galgenbergpark in Nürtingen, direkt bei der Wandertafel. Unterwegs gab es dann immer wieder Spannendes zu entdecken. So erfuhr man an einem Bienenstand einiges über die die enorm wichtige Bestäubungsarbeit der Bienen. Kindern konnten am Wegesrand aber auch drei Wandersteine und einen Geocache finden.

Der Weg führte über den Weitblick-Besinnungsweg bis zum Beginn des Wildrosenlehrpfades. Hier befand sich dann unsere Obstwiese, auf der Alle fleißig sammeln durften.

Foto: Bernd Euchner

Nach erfolgreicher Ernte ging es dann  auf der Rückfläche eines Lasters (vor allem für Kinder)  oder per Fuß mit schönem Blick auf den Albtrauf zum nahegelegenen Albvereinsheim Neckarhausen.

Wer mit offenen Augen durch unsere Landschaft wandert dem bleibt das massive Sterben von Streuobstbäumen nicht verborgen. Viele Bäume sind mit Misteln geradezu überwuchert. Es ist nur eine Frage von wenigen Jahren bis sie absterben werden. Die Wiesen werden meist nur noch gemulcht, das Gras findet keine Verwendung mehr als Futter für Tiere. Im Grunde eine Ressourcenverschwendung von ungeheurem Ausmaß wie ein Teilnehmer anmerkte und „in Zeiten, wo Menschen auf unserer Welt immer noch hungern müssen, ist dies ethisch fragwürdig.“

Um die Biodiversität auf den Streuobstwiese zu fördern, müsste man eine Beweidung mit Tieren forcieren. Denn der Dung, den eine einzige Kuh von rund 1 Tonnen im Monat produziert, nährt wiederum rund 100 Kilogramm an Insekten, die wiederum eine riesige Ressource für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fledermäuse bilden.

Übrigens: „Die überwiegende Mehrheit der Milchkühe in Deutschland grast nie auf der Weide, sondern steht lebenslang eingepfercht im Stall. Wer Milch von Kühen trinken möchte, die so leben, wie es Werbung oder Urlaubsprospekte zeigen, sollte Weidemilch in Bioqualität kaufen um so einerseits das Tierwohl als auch die Artenvielfalt zu fördern.

Tipp: Videoclip – nicht nur – für Kinder zum traurigen Leben der Kühe 

Doch nicht der Milchkonsum sondern die Herstellung von Süßmost war der Schwerpunkt dieser – gut besuchten – Veranstaltung. Doch wie stellt man nun Apfelsaft her?

Ein ausführlicher Bericht zur Saftpressaktion „Aus Kraft wird Saft“ folgt demnächst.

Vorab schon ein paar Bilder: