Lust zum Mitsingen?

Überraschung: An einem Mittwochmorgen, bei einem kurzen Besuch im Albvereinsheim bin ich unverhofft auf etwas gestoßen, das mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Zunächst hab ich nur Mäuschen gespielt, hab draußen vor der Tür andächtig den schönen, klangvollen Tönen gelauscht, doch dann hab ich mich doch rein getraut.

Drinnen hab ich die „Böllatsänger“ angetroffen, sie probten gerade für ihren nächsten Auftritt. Eigentlich singen sie einstimmig mit Gitarren- und Akkordeonbegleitung, aber an diesem Tag hatte der Akkordeonspieler seine Mundharmonika ausgegraben und entlockte ihr wunderschöne, liebliche Töne. Überwiegend stehen klassische Fahrten- und Wanderlieder auf ihrem Programm, die ein fester Bestandteil unserer Wanderkultur sind, aber auch Schlager vergangener Tage und Lieder von der Seefahrt. „Sing doch mit“, sagten die Böllatsänger, machten mir ein Plätzchen frei und schoben mir ein Textheftchen zu. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und sang voller Inbrunst mit.

Habt auch ihr Lust zum Mitsingen?

Die Böllatsänger treffen sich jeweils am 2. und 4. Mittwoch im Monat, um 9:30 Uhr im Albvereinsheim, Böllatstraße 56 in Neckarhausen.

Kommt gerne vorbei und singt mit – musikalisches Vorwissen ist nicht nötig!

Wir freuen uns auf neue Stimmen.

Ansprechpartner: Jürgen Henzler, 0157 / 7029 7064

Radtour ins Kinzigtal

Unsere zweite Radtour führte uns kürzlich in die Gegend des oberen Kinzigtals mit seinen Nebentälern: „Kleine Kinzig“ und „Reinerzau“.

Ausgehend von Loßburg, ging es zunächst mehrere Kilometer bergauf zu kleinen Ansiedlungen auf einer Hochebene, umgeben von Wiesen und Wäldern, in denen auch zerstreut Orchideen zu sehen waren. In steiler Abfahrt fuhren wir hinunter zum Stausee der „kleinen Kinzig“, eng eingeschnitten in steile Schwarzwaldhänge. Der reizvolle Blick von der Staumauer auf die 3 Kilometer lange Wasserfläche in der sich die dunklen Tannenwälder und der klare, blaue Himmel spiegelten, war ein unvergessliches Erlebnis.

Bei der Weiterfahrt erreichten wir das reizvolle „Reinerzauertal“ mit seinen kleinen Ansiedlungen und Höfen und gelangten über ein Seitental zum „Kloster  Wittichen“, eng eingebettet in steile, felsendurchsetzte Berghänge. Die bewegte Vergangenheit des über 700 Jahre alten und nur noch in Teile erhaltenen Klosters ließen wir uns in der nahen Kirche näher zu Gemüte führen.

Nun war es nur noch ein Katzensprung zum sehnlichst erwarteten Schatten in Form einer vorzüglichen Gastronomie im Hotel „ Schwarzwaldblick“ im Schenkenzell. Der abschließende, etwas schweißtreibende Aufstieg, unterbrochen durch eine kleine Kaffeepause in Alpirsbach, erforderte noch einmal viel Pedalkraft. Doch die Schönheit des oberen Kinzigtales mit seinen vielen zerstreuten Höfen und Mühlen ließ alle Mühen vergessen. In Loßburg ging unser schöner, aber auch heißer Radlertag zu Ende.

Strecke. ca. 52 km, Höhenunterschied: 1100m.

 

Bei den Landschildkröten

Zu Gast bei den Landschildkröten – ein heißer, aber wunderschöner Nachmittag

Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen trafen sich insgesamt 27 Erwachsene und Kinder kürzlich zu unserer Veranstaltung „Zu Gast bei den Landschildkröten – Begegnung und spannende Geschichten“.

Nach einem lustigen Kennenlernspiel tauchten wir mit einem echten Schildkrötenei in die faszinierende Welt der griechischen Landschildkröten ein. Gemeinsam sprachen wir darüber, wie aus einem kleinen Ei eine Schildkröte entsteht und was diese besonderen Tiere zum Leben brauchen.

Direkt nach dem Schlüpfen hat die Baby-Schildkröte Durst und Hunger, daher machten sich die kleinen und großen Forscherinnen und Forscher auf die Suche nach Futterpflanzen. Mit Hilfe einer Pflanzenübersicht wurden Löwenzahn, Wegerich, Klee, Brombeerblätter und viele andere Wildkräuter gesammelt – genau das, was Landschildkröten am liebsten fressen. Neben frischen Wildkräutern und Kalk bekommen die Tiere eingeweichte Heupellets als zusätzliche Futterergänzung.

Mit unseren gut gefüllten Taschen ging es weiter zur Schildkrötenwiese. Da die Hitze bereits sehr intensiv war, legten wir unterwegs eine Trinkpause im Schatten ein. An der Wiese angekommen, verteilten wir das frische Futter und warteten gespannt, ob sich bei den hohen Temperaturen überhaupt eine Schildkröte zeigen würde. Und tatsächlich – schon kurze Zeit später kam eine neugierig aus ihrem Versteck.

Während wir die Tiere beobachteten, gab es viele spannende Geschichten und Informationen rund um das Leben der Landschildkröten. Besonders berührend war die Geschichte der ältesten Schildkröte. Sie wurde früher mit einer Schnur durch ein Loch im Panzer an einem Pflock festgebunden. Heute ist das Loch zugewachsen und sie darf jetzt ein gutes und artgerechtes Leben führen.

Zur Abkühlung durfte an diesem heißen Nachmittag eine gut gekühlte Wassermelone für die Kinder (und auch Erwachsene) nicht fehlen. Anschließend wurden Holzschablonen in Form von Schildkröten bunt bemalt und viele weitere Fragen rund um die faszinierenden Panzertiere beantwortet.

Eine Schildkröte ließ sich an diesem Tag sogar ausnahmsweise vorsichtig berühren. Normalerweise mögen Landschildkröten es nicht, gestreichelt zu werden. Sie sind keine Haustiere im klassischen Sinne, sondern Tiere, die man vor allem beobachten und in ihrem natürlichen Verhalten erleben darf. Die Kinder konnten so einmal fühlen, wie sich ein Schildkrötenpanzer und die kräftigen Beine anfühlen – ein ganz besonderes Erlebnis.

Es war ein sehr heißer, aber rundum gelungener Nachmittag mit vielen interessierten Kindern und Erwachsenen, spannenden Gesprächen und schönen Begegnungen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren. Die Begeisterung und das Interesse an den Landschildkröten haben gezeigt, wie faszinierend diese ruhigen und oft unterschätzten Tiere sind.

Sina Singer

(N-A-N-U : Unterensingen)

Ausfahrt der Radlergruppe

Vor kurzem machte die Senioren-Radlergruppe eine Ausfahrt in die „Berglen“ eine buckelige Gegend zwischen Schorndorf, Sechselberg und Winnenden. Ausgehend von Grunbach im Remstal, erklommen wir die erste Anhöhe bei Bouch mit tollen Ausblicken ins Tal und zu den Höhen der Schurwald´s. Vorbei an noch teilweise blühenden Obstbäumen ging es bald wieder steil hinunter, mit neuen aussichtsreichen Eindrücken, nach Breuningsweiler und durch ein lindgrün angehauchtes Tal wieder hinauf nach Bürg. Dieser steil aufragend, landschaftsbeherrschende Ort war einstmals überragt von einer Burg der “Herren von Neuffen“. Sie ist heute ein Ort von vorzüglicher Gastronomie mit einer Terrasse, von der man das halbe Ländle erblicken kann.

Nach dem Essen ging es weiter über aussichtsreiche Anhöhen hinunter nach Öschelbronn und weiter nach Oppelsbohm. Nach längerem Aufstieg erreichten wir den Wasserturm bei Vor der Weißbuch, mit Ausblick von der Teck im Westen bis zur Ostalb. In abwechslungsreichem Auf und Ab, an Kottweil vorbei und hinunter ins Tal von Steinach, an einem Bächlein entlang, kamen wir nach Hößlinswart zum letzten Aufstieg zu den Sportanlagen. Eine langersehnte Kaffeepause verschönerte den Abschluss eines abwechslungsreichen Radlertages, bevor wir kurvenreich durch die Remstalweinberge wieder hinunter zum Ausgangspunkt zurück kehrten.

Im Endergebnis waren es 45 Kilometer Strecke und 1000 Höhenmeter Aufstiege.